Rollstuhlbasketballverein JENA CAPUTS vom Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft gegründet

Einer der bekanntesten und besten Rollstuhlbasketballspieler Deutschlands und gebürtige Jenenser hat den 1. Rollstuhlbasketballverein in Jena gegründet. Die Rede ist von Lars Christink. Der 35-jährige sitzt seit 17 Jahren im Rollstuhl, doch eines hat er nie verlernt: Positiv in die Zukunft zu blicken und immer neue Ziele vor Augen zu haben. Derzeit geht Christink mit den RSC-Rollis Zwickau auf Korbjagd und hat die Hinrunde der aktuellen Saison mit den Westsachsen auf Tabellenplatz 1 abgeschlossen. Zwickau will in diesem Jahr endlich wieder einen, oder vielleicht zwei nationale Titel nach Sachsen holen. Lars Christink wird deshalb noch bis zum Saisonende (Mitte Mai) mit seinem aktuellen Team an diesem Ziel arbeiten, ehe er sich um ganz neue Aufgaben kümmern wird.

Bereits am 6. Dezember 2007 gründete er, gemeinsam mit motivierten Mitstreitern, in der Gaststätte „Talschänke“ in Jena-Wöllnitz den 1. Rollstuhlbasketballverein Jenas – die JENA CAPUTS. „Das große Ziel ist es in der 1. Bundesliga zuspielen. Vielleicht schaffen wir es ja in drei Jahren an unserem Ziel zu sein.“, so Christink während der Gründungsveranstaltung. Neugierig hörten ihm und Johannes Langer, der sich verantwortlich für das Marketing im Verein zeigt, 35 Interessierte zu. Allein 28 Mitglieder konnten die Vereinsgründer bereits am Gründungstag für sich gewinnen.

Mit viel Mut, Enthusiasmus, Sportsgeist und vielen Helfern will der Verein Rollstuhlbasketball genauso bekannt und populär machen, wie dies bereits in anderen Bundesländern ist. Dabei fällt sofort der RSV Lahn-Dill ein. Mit den Hessen hat Gründungsmitglied und Ideengeber Lars Christink von 2004 an, alles gewonnen was es zu gewinnen gibt: drei Deutsche Meister Titel, drei Pokaltitel und drei Champions-Cup Titel sind das beeindruckende Zeugnis einer herausragenden Leistung des Kapitäns der Deutschen Nationalmannschaft. Außerdem wurde in der Rollstuhlbasketball Hochburg in Wetzlar im Sommer die Europameisterschaft im Rollstuhlbasketball von über 33.000 Zuschauern begeistert gefeiert.

Die JENA CAPUTS sind für Lars Christink eine neue Herausforderung. Johannes Langer und die Firma eyespalast zeichnen sich verantwortlich für den Namen und das Logo des Vereins. Ein Bezug zu Jena, eine gewisse Mehrdeutigkeit und etwas provokant sollte der Name und das Logo sein. Während der Gründungsveranstaltung schmunzelten einige Zuschauer bei der Premiere des Logos. Schnell wurde klar, dass der Verein mit viel Selbstbewusstsein und frech auftreten will. Im Mittelpunkt des Logos steht eines der Wahrzeichen Jenas: der Schnapphans, der im Ensemble der Uhr des Rathauses zu finden ist. Außerdem befinden sich, neben dem Schnapphans, die Elemente Basketball und die angedeuteten Rollstuhlräder im Logo.

Eines der großen Ziele von Christink, der gemeinsam mit seiner Freundin in Jena wohnt, ist es vor allem viele Kinder und Jugendliche zu begeistern. Jetzt gilt es aber erst einmal die Grundlagen für den Erfolg zu schaffen. Bis Mitte Mai soll ein Team für die Regionalliga zusammengestellt sein und bereits im Juni 2008 sollen in Jena erste Freundschaftsspiele mit Vereinen aus Deutschland und evtl. sogar aus Europa durchgeführt werden, um den Jenaern einen ersten Eindruck von der keineswegs körperlosen Sportart zu geben. Bis dahin wartet auf die Verantwortlichen noch jede Menge Arbeit bei der Suche nach Sponsoren und Förderer für die Umsetzung der ehrgeizigen Ziele.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten